Bündnis "Saubere Luft 2030" Luftverschmutzung ist nach wie vor das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko

Mitglieder des Bündnisses "Saubere Luft 2030" • →Webseite
Luftverschmutzung ist nach wie vor das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in Europa. Schadstoffe in der Atemluft können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Asthma und Krebs auslösen oder verschlimmern.
Ein Bündnis fordert die EU-Luftqualitätsgrenzwerte spätestens bis 2030 sicher und flächendeckend einzuhalten. →mehr
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2021 mit ihren aktualisierten Empfehlungen deutlich gemacht: Die Einhaltung heutiger Grenzwerte bedeutet noch lange nicht, dass Menschen tatsächlich saubere und gesunde Luft atmen. Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickstoffdioxid müssen deutlich stärker begrenzt und wirksame Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Auch in Deutschland ist die Belastung vielerorts weiterhin zu hoch. Jedes Jahr sterben mehrere zehntausend Menschen vorzeitig an den Folgen von Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung; europaweit sind es mehrere hunderttausend.
Saubere Luft ist deshalb nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität. Sie darf kein langfristiges Versprechen bleiben, sondern muss jetzt politisch durchgesetzt werden: Mit der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie gelten ab 2030 strengere Grenzwerte für zentrale Luftschadstoffe. Die nächsten Jahre bis 2030 sind entscheidend. Bund, Länder und Kommunen müssen jetzt die Voraussetzungen hierfür schaffen.
Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich gemeinsam mit dem Bündnis „Saubere Luft 2030“ dafür ein, dass die neuen EU-Luftqualitätsgrenzwerte spätestens bis 2030 sicher und flächendeckend eingehalten werden. Darüber hinaus fordert das Bündnis, dass die strengeren, wissenschaftlich fundierten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so schnell wie möglich erreicht werden.
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Luftschadstoffbelastung in Tempelhof-Schöneberg • Umweltatlas Berlin | Hervorhebung von Tempelhof-Schöneberg durch die SV
Ohne detailliert auf die Erhebungen des Umweltatlas einzugehen, ist an der Rotfärbung unmittelbar erkennbar: Je näher man dem Stadtzentrum kommt und je dichter die Bebauung ist, desto höher ist die Belastung der Bewohner:innen. |