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10.02.2024, 13:29 Uhr
Richard-von-Weizsäcker-Platz - AV Geh- und Radwege anwenden
Behörden-Ping-Pong • Gefährlichen Radweg über den Platz abordnen

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg Richard-von-Weizsäcker-Platz Radweg

Auf dem Richard-von-Weizsäcker-Platz läuft einiges schief: Platz und Gehweg werden als Verkehrsfläche missbraucht. Die Aufenthaltsqualität ist maximal eingeschränkt. Und dann behindern auch noch Gehwegpoller die Zufußgehenden •  Foto: FUSS e.V. Bezirk TS

Die Neuplanung der Radverkehrsanlagen auf der Schöneberger Hauptstraße muss das Ende des gefährlichen Radwegs über den Richard-von-Weizsäcker-Platz bedeuten.

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2023 wurde von der Senatsverwaltung eine Radverkehrsanlage in der Schöneberger Hauptstraße und der dortigen Grunewaldstraße geplant und angeordnet. Ein Baustopp durch die neue Verkehrssenatorin Schreiner wurde nach heftigen Protesten und →Demonstrationen wieder aufgehoben. Die Verzögerungen haben allerdings dazu geführt, dass bis heute nichts von der Umsetzung zu sehen ist. Die verspätete Umsetzung ist für dieses Jahr geplant.

Für die Zufußgehenden wäre die Umsetzung der Radverkehrsplanungen eine Chance ein Ärgernis auf dem Richard-von-Weizsäcker-Platz zu beseitigen. Dort wird den Radler:innen nämlich erlaubt, mitten über den Platz zu fahren. Immer wieder kommt es deshalb zu gefährlichen Situationen.

Die Absicht war wohl Radler:innen, die in die Kolonnen- oder die Crellestraße wollen, die verkehrsreiche Kreuzung zu ersparen. Wie früher gängig, ist eine Lösung zu Lasten der Schwächsten gesucht worden. Zufußgehende müssen leiden, damit der Auto- und der Radverkehr "fließen" können.

Mit der Planung der neuen Radverkehranlage in der Hauptstraße hätte dieses Ärgernis ein Ende haben können, denn da ist auch ein Radfahrstreifen zum Abbiegen in die Kolonnenstraße vorgesehen.

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg Richard von Weizsäcker

Die Planung des neuen Radfahrstreifens am Richard-von-Weizsäcker-Platz in roter Farbe. In Rot ist auch zu sehen, welche Fahrbahnmarkierungen z.B. auf der Hauptstraße entfernt werden sollen. Nicht entfernt werden die Auffahrt auf den Platz und die Verkehrszeichen Z239 und Z1022-10 (Fahrrad frei).

Der Senior:innenvertretung war dieser Planungsfehler aufgefallen. Und die SV hatte sich deshalb am 15. November in einer Mail an die Senatorin Maja Schreiner gewandt, um zu erreichen das berücksichtigt wird, was in den Ausführungsvorschriften zum Mobilitätsgesetz ohnehin vorgeschrieben ist (→pdf). In der AV Geh- und Radwege steht auf Seite 18:

"III - Gemeinsame Fuß- und Radverkehrsanlagen
Entsprechend MobG § 50 (13) sollen Rad- und Gehwege grundsätzlich getrennt geführt werden. Gemeinsame Führungen sind daher - insbesondere bei Neu-, Aus- und Umbau von Straßen - auf sorgfältig zu begründende Ausnahmefälle zu beschränken."

Zugleich wurde von der SV auf eine Studie der Unfallforschung der Versicherer hingewiesen, die sich mit Unfällen von Zufußgehenden und Radfahrenden beschäftigt hat. Eines der Ergebnisse ist, dass der Verband der Unfallversicherer wegen des Unfallgeschehens keine Freigabe von Fußgängerzonen für den Radverkehr empfiehlt.

Am 31. Januar hat die Senatsverwaltung in der Sache zutreffend geantwortet, dass die Radverkehrsführung über den Richard-von-Weizsäcker-Platz nicht geändert worden sei, "sie entspricht dem Bestand".  Was auch immer das heißen mag. Im übrigen gehe die Sache an den Bezirk zurück, "da hier die Zuständigkeit liegt" (→pdf).

Ist das hier das in Berlin übliche Behörden-Ping-Pong? Im Oktober hatte das Bezirksamt anlässlich eines Antrags zur Markierung auf dem Richard-von-Weizsäcker-Platz (Drs. 0674/XXI) im Verkehrsausschuss ausgeführt, dass hier die Senatsverwaltung als planende Behörde zuständig sei. [Dieser Hinweis war im übrigen auch der Anlass für die SV sich an die Verkehrssenatorin zu wenden].

Die SV hat im Verkehrsausschuss der BVV am 8. Februar angekündigt, einen Antrag an die BVV zu stellen, mit dem erreicht werden soll, dass …

  • der Radweg über den Platz abgeordnet wird.
  • die Auffahrt zurückgebaut wird
  • mindestens aber ein Radbügel als Auffahrtsperre aufgestellt wird.

Tagesspiegel Newsletter:

13.2. →Richard-von-Weizsäcker-Platz: Fußgängerverband und Seniorenvertretung für mehr Aufenthaltsqualitätsqualität und Verkehrssicherheit
20.2. →Behördenpingpong am Richard-von-Weizsäcker-Platz

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